Sascha von Glowacki - Projektarbeit
Deponie als letzte Senke – Schadstoff- oder Wertstofflager?
Am Beispiel der Deponie Rautenweg, Wien
Berlin, März 2005
Technische Universität Berlin, Fakultät III
Institut für Technischen Umweltschutz
Fachgebiet Abfallwirtschaft
Betreuung:
Dipl.-Ing. Margit Löschau, TU Berlin
Gutachterin: Prof. Dr.-Ing. Susanne Rotter, TU Berlin
Deponiebetreiber als Rohstofflieferanten, die ihre Ware an Börsen verkaufen? Es klingt vielleicht utopisch, aber nicht unvorstellbar. Voraussetzung müssen technische Verfahren sein mit denen es auch ökonomisch tragbar ist Stoffe aus dem Deponiekörper zu gewinnen. Diese technischen Verfahren können schon in naher Zukunft entwickelt sein, bedenkt man den technischen Sprung in der Abfallwirtschaft der letzen 30 Jahre. In der Schweiz, an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH Zürich), werden erste Schritte zur Lösung entwickelt. Das PECK-Verfahren (PSI - Eberhard Recycling - CT-Umwelttechnik - Küpat) soll ein sinnvolles Verfahren (ökologisch, technisch machbar, ökonomisch tragbar) sein, zur Behandlung von Siedlungsabfällen; […] Deponien können entlastet und wertvolle Rohstoffe als Ausgangsmaterialien zurück gewonnen werden. [Finger, 2000].
In dieser Arbeit wird die Deponie Rautenweg in Wien, Österreich untersucht. Nach einer kurzen Erläuterung der Begriffe Senke, letzte Senke und Wertstofflager, bezogen als Bezeichnung für eine Deponie, wird die Deponie Rautenweg vorgestellt. Eine kurze Einführung in das Thema Stoffflussanalyse (SFA) bildet die Grundlage der eigentlichen SFA der Deponie Rautenweg. Die Frachten ausgewählter Stoffe werden beschrieben, die Stoffe selbst und der Anteil der Stoffe in der Deponie werden berechnet. Eine Ergebnis-, sowie Fehlereinschätzung und eine Schlussfolgerung schließen die Arbeit ab.
[Finger, 2000] Finger, David; Kohler, Christian (2000): Metallrückgewinnung aus Siedlungsabfall - Einführung des PECK (PSI-Eberhard Recycling-CT Umwelttechnik-Küpat)-Verfahrens in Kehrichtverbrennungsanlagen zur Behandlung von Siedlungsabfall. Zürich